Trauer und Abschied sind zwei Synonyme für einen Begriff. Loslassen gehört zur aktiven Trauerarbeit. In jedem Abschied liegt zugleich
Trauer und Neuanfang. Diese Botschaft den Familienangehörigen eines Verstorbenen zu übermitteln, ist nicht immer einfach. Von einem Toten Abschied nehmen ist für alle Beteiligten eine schwere Prüfung. Wie soll man den Verlust in Worte fassen? Wie kann man der Familie
Trost spenden? Der Abschied für immer drückt sich in vielfältiger Weise aus. Die bei der Bestattung anwesende Gemeinde zeigt ihre Trauer durch Anteilnahme und Beileid, Bekannte teilen ihre Abschied Gedanken mit, und enge Verwandte übermitteln ihre persönlichen Wünsche zum Abschied. Der Abschied von einem Freund fällt ganz besonders schwer, hat man sich doch mit ihm einen großen Teil des Lebensweges geteilt.
Gedanken zum Abschied werden sowohl im Kondolenzbuch, in Trauerkarten und in der
Trauerrede formuliert. Reden zum Abschied werden im Rahmen der Trauerfeier entweder von einem Geistlichen, einem weltlichen Redner oder von Familienangehörigen und Freunden gehalten. Eine Trauerrede hat nicht nur den Abschied und die Anteilnahme zum Inhalt. Der Lebensweg des Verstorbenen wird vor der Trauergemeinde noch einmal in Erinnerung gerufen. Zum Abschied werden Verse oder Gedichte formuliert, die auf die Persönlichkeit des Toten eingehen. Abschied Gedichte können entweder als Nachruf verfasst werden oder als gezeigte Anteilnahme der Familie gegenüber. Meistens bestehen Verse zum Abschied aus einer Mischform beider Inhalte. Ein Spruch zum Abschied kann kurz und treffend die aufrichtige Anteilnahme ausdrücken. Wer keine passende Formulierung für eine Trauerkarte findet, lässt sich von den zahlreichen Textbeispielen inspirieren, die entweder das Internet oder die Literatur bietet.
Texte zum Abschied beschäftigen sich immer mit dem tiefen Mitgefühl, das man den Angehörigen aussprechen möchte. Formulierungen wie „In stiller Anteilnahme“ oder „Herzliche Anteilnahme“ finden sich bereits als Eindruck auf den Trauerkarten. Durch eine persönliche Würdigung des Toten erhält der Abschied einen individuellen Charakter, der die Anteilnahme glaubwürdiger macht und von den Angehörigen dankbar entgegengenommen wird.